Langzeit-Abnahmevertrag RWE liefert jährlich 30.000 Tonnen grünen Wasserstoff an Total

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Der Energiekonzern RWE liefert von 2030 bis 2044 jährlich rund 30.000 Tonnen grünen Wasserstoff an die Total-Raffinerie in Leuna. Die Raffinerie wird damit Ankerkunde für RWEs Elektrolyse in Lingen.

(Bild:  RWE)
(Bild: RWE)

Es ist die größte Menge an klimaneutralem Wasserstoff (H2), die jemals von einer Elektrolyse-Anlage in Deutschland kontrahiert wurde: Total Energies und RWE haben sich auf einen Abnahmevertrag für den Bezug von grünem Wasserstoff über einen Zeitraum von 15 Jahren geeinigt. Die Vereinbarung sieht vor, dass Total Energies dem Energiekonzern RWE ab 2030 pro Jahr rund 30.000 Tonnen grünen H2 für seine Raffinerie in Leuna abnimmt. Der Wasserstoff kommt von RWEs 300-Megawatt-Elektrolyseanlage in Lingen (GET H2 Nucleus), die bis 2027 in Betrieb gehen wird.

Grüner Waserstoff: Rund 30.000 Tonnen werden in der RWE-Elektrolyse-Anlage in Lingen produziert und über das deutsche Wasserstoff-Kernnetz zur Total-Raffinerie in Leuna gebracht.(Bild:  RWE)
Grüner Waserstoff: Rund 30.000 Tonnen werden in der RWE-Elektrolyse-Anlage in Lingen produziert und über das deutsche Wasserstoff-Kernnetz zur Total-Raffinerie in Leuna gebracht.
(Bild: RWE)

Total Energies benötigt erhebliche Mengen grünen Wasserstoffs, um die Raffinerien in Europa zu dekarbonisieren. Der Einsatz von 30.000 Tonnen grünen H2 in einer Raffinerie spart laut RWE jährlich 300.000 Tonnen CO2 ein. So viel stoßen rund 140.000 Pkws durchschnittlich pro Jahr aus. 

RWE betreibt ihre Elektrolyseure mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Nach EU-Recht dürfen diese Elektrolyseure nur mit erneuerbaren Strom betrieben werden, der in derselben Stunde wie der Wasserstoff erzeugt wurde. Um auch in sonnen- und windarmen Zeiten zuverlässig den vertraglich zugesagten H2-Mengen liefern zu können, nutzt RWE Kapazitäten des Wasserstoffspeichers in Gronau-Epe, der ebenfalls 2027 in Betrieb gehen soll.

Nutzung des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes

Ermöglicht wird die Liefervereinbarung zwischen RWE und Total Energies durch das deutsche Wasserstoff-Kernnetz. Das mehr als 9.000 Kilometer lange Leitungsnetz soll schrittweise durch Umwidmung von Gasleitungen und teilweisen Pipeline-Neubau zwischen 2025 und 2032 in Betrieb gehen.

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